Upgrade von 6.1

Um linuxmuster.net 6.1 (Codename Babo) auf linuxmuster.net 6.2 (Codename babo62) zu aktualisieren, sind nachstehend aufgeführte Schritte auszuführen.

Lesen der Release-Informationen

Lesen Sie die Informationen zu Was ist neu in 6.2?, speziell, welche Fehler bekannt sind.

Paketquellen anpassen

Zum Upgrade auf linuxmuster.net 6.2 (Codename Babo62) muss das entsprechende neue babo62-Repositorium eingebunden werden.

In der Datei /etc/apt/sources.list.d/linuxmuster-net.list sind folgende Paketquellen anzugeben:

deb http://pkg.linuxmuster.net/ babo/
deb-src http://pkg.linuxmuster.net/ babo/
deb http://pkg.linuxmuster.net/ babo62/
deb-src http://pkg.linuxmuster.net/ babo62/

Achtung

Paketquellen überprüfen

Stellen Sie sicher, dass keine weitere Datei im Verzeichnis /etc/apt/sources.list.d/ oder die Datei /etc/apt/sources.list Repositorien von pkg.linuxmuster.net enthält.

Dist-upgrade durchführen

Nachdem die Paketquellen in der genannten Datei für apt eingetragen wurden, können Sie nun die Paketquellen aktualisieren und die Pakete selbst aktualisieren.

Dazu sind auf der Eingabekonsole als Benutzer root folgende Befehle einzugeben:

# apt-get update
# apt-get dist-upgrade

Das Paketsystem fragt bei einigen Paketen nach, ob bei geänderten Konfigurationsdateien die aktuelle Konfiguration beibehalten werden sollen, oder ob die neuen angewendet werden sollen.

Achtung

Aktuelle Konfiguration beibehalten

Wählen Sie immer aus, dass die aktuelle Konfiguration beibehalten werden soll. Dies entspricht auch der Voreinstellung, die Sie mit ENTER bestätigen können.

Import der Workstations durchführen

Beim durchgeführten Upgrade wurde auch eine neue Version des Pakets linuxmuster-linbo eingespielt. Diese neue Version von Linbo erfordert es, dass zur Aktivierung zu Beginn ein einmaliger Import der Workstations ausgeführt wird. Auf diese Weise werden die notwendigen Konfigurationsdateien erstellt.

Führen Sie hierzu folgenden Befehl aus:

# import_workstations

Das Skript prüft die angegebenen Eintragungen in der Datei /etc/linuxmuster/workstations. Sind diese korrekt wird der Import ausgeführt. Wurde das Skript erfolgreich abgearbeitet, wird dies mit einem entsprechenden Hinweis quittiert.

Clients mit neuem Linbo booten

Bemerkung

Ab Linbo 2.3 ist es zwingend notwendig, im BIOS auch die Festplatte als Bootmedium einzustellen.

Um sicherzustellen, dass das neue LINBO-System auch lokal auf den Clients installiert wird, erzwingt man eine Aktualisierung des Caches und einen Reboot.

Folgender Befehl auf der Serverkonsole sorgt dafür, dass beim nächsten Bootvorgang (egal ob per PXE oder von Festplatte) der Cache initialisiert wird (und rebootet wird):

# linbo-remote -p initcache,reboot [-i <hostname>|-g <group>|-r <room>]

Bemerkung

Nach dem Upgrade sollten alle Clients wie gewohnt weiter funktionieren. Die Bildschirmausgabe beim Bootvorgang ist leicht verändert und vor dem Betriebssystemstart aus der Linbo-Oberfläche heraus wird nun immer ein Neustart initiiert (Der sogenannte reboot-Workaround wird nun immer verwendet.).

Reparatur und Neuerstellen eines Abbildes nach Partitionierung

Ab Version 2.3.0 wird ein anderer Partitionsprogramm verwendet. Leider kommt Windows mit einer Neupartitionierung nicht zurecht. Im normalen Betrieb gibt es keine Probleme. Erst dann, wenn Sie einen Computer neu partitionieren müssen, quittiert Windows mit einer Fehlermeldung den Dienst beim Start dieses Images:

...

Status 0xc0000000e

Info: The boot selection failed because a required device is inaccessible.

Lösungsweg

Abhilfe schafft,

  • Windows mit Hilfe der Boot-DVD zu reparieren (Systemstartreparatur),
  • danach Windows ohne Synchronisation zu starten und wieder zu rebooten.
  • Beim Reboot erstellen Sie ein neues Image, das danach auf allen anderen Rechnern ausgerollt werden kann und auch nach einer neuen Partitionierung normal funktioniert.

Fehlerbehebung mit einem USB-Stick

Wenn ein Arbeitsplatz mit der Fehlermeldung „Kernel panic“ hängt oder in Schleifen immer wieder rebootet, kann ein Neuanfang über einen USB-Stick oder CD/DVD initiiert werden.

Laden Sie dazu die die Datei linbo.iso von ihrem Server herunter (z.B. über 10.16.1.1/linbo.iso) und brennen Sie diese auf CD/DVD oder kopieren diese auf einen USB-Stick, z.B. mit Hilfe des Befehls

# dd if=linbo.iso of=/dev/sdX

wobei /dev/sdX der Schnittstellenname ihres USB-Sticks sein muss.