.. include:: /guided-inst.subst .. _hardware-category-label: ======================================= Hardwareklasse (HWK) / Gruppe erstellen ======================================= .. sectionauthor:: `@cweikl `_, `@MachtDochNix (pics) `_ Melde Dich als Benutzer ``global-admin`` an der WebUI an. .. figure:: media/01-webui-login.png :align: center :alt: WebUI login :width: 80% Anmeldung als Benutzer global-admin Erstelle nun die Konfiguration für die neue Hardwareklasse. Klicke links im Menü auf den Eintrag ``Geräteverwaltung --> Linbo4``. .. figure:: media/02-webui-menue-linbo.png :align: center :alt: WebUI menue linbo Menü LINBO4 Nun klickst Du unten links auf ``+ERSTELLEN``. Es öffnet sich ein Kontextmenü. Du kannst entweder ein leere ``start.conf`` nutzen, oder ein bereits vordefiniertes Template für Dein gewünschtes Betriebssystem auswählen. Hierbei kannst Du Templates für ein oder mehrere Betriebssysteme mit oder ohne UEFI-BIOS auswählen und diese ggf. nach Deinen Vorstellungen anpassen. LINBO nutzt zur Bezeichnung der Festplatte ab v4.3 eine einheitliche Bezeichnung (unified block device name), was die Pflege eines einheitlichen Images bei unterschiedlicher Hardware vereinfacht: 1. Die erste HDD wird als /dev/disk0 bezeichnet 2. Die erste Partition auf der ersten HDD wird dann als /dev/disk0p1 bezeichnet. Sollten in Deinen start.conf - Dateien noch die alten Bezeichnungen enthalten sein, kannst Du diese in den Dateien so belassen. Alternativ kannst Du dies auf die neuen einheitlichen Bezeichnungen (unified block device name) anpassen und mit dem Befehl ``linuxmuster-import-devices`` neu einlesen. Dies kannst Du ebenfalls effizient direkt in der WebUI in der Hardwareklasse für alle Partitionen durchführen. Durch Änderung des Festplattentyps werden hier automatisch alle Partitionsbezeichnungen einheitlich an die neuen Bezeichnungen angepasst. Wähle ein Template aus: .. figure:: media/03-webui-menue-linbo-create-start-template.png :align: center :alt: WebUI menue linbo create start template Template für die start.conf auswählen Es öffnet sich ein Fenster, in dem Du die Namen der neuen Hardwareklasse angibst. Diesen wirst Du später benötigen, um Geräte dieser Hardwareklasse zuzuweisen. .. figure:: media/04-webui-menue-linbo-name-for-start-conf.png :align: center :alt: WebUI menue linbo hwc group name :width: 80% Namen für die neue Hardwareklasse festlegen Die Liste der angelegten Hardwareklassen kann dann - z.B. wie nachstehend dargestellt - aussehen (andere Namen für die HWK verwendet): .. figure:: media/04a-webui-menue-linbo-list-of-hwc.png :align: center :alt: WebUI menue linbo hwc list :width: 80% Übersicht der Hardwareklassen / Gruppen Du rufst nun die Einstellungen der zuvor angelegten Hardwareklasse auf, indem Du das ``Stift-Symbol`` rechts daneben aufrufst. Es erscheint ein Fenster mit den Einstellungen der Hardwareklasse. Dort gibt es die Reiterkarten ``Allgemein`` und ``Partitionen``. Unter ``Allgemein`` legst Du die IP des Servers fest, gibst das Startverhalten und ggf. Kernel-Optionen (Linux) für den Boot bei besonderer Hardware an. .. figure:: media/05-webui-linbo-edit-new-group.png :align: center :alt: WebUI linbo edit new hwc group :width: 80% Allgemeine Einstellungen für die Hardwareklasse Unter ``Partitionen`` legst Du fest, welche Partitionen auf der Festplatte vorgesehen werden sollen. .. figure:: media/06-webui-linbo-edit-new-group-partition-scheme.png :align: center :alt: WebUI linbo edit new hwc group - partition scheme :width: 80% Partitionen festlegen .. hint:: Achte darauf, dass der Festplattentyp Deines PCs dem Festplattentyp des gewählten Templates entspricht. Nutzt Du eine SATA-HDD, so sollte im Template /dev/sda stehen. Möchtest Du den Muster-Client auf einer virtuellen Maschine vorbereiten, achte darauf, dass der Festplattentyp auch hier auf SATA gestellt ist, wenn Du ein Template auswählst, das noch /dev/sda als Bezeichnungen nutzt. Solltest Du z.B. VirtIO als Festplattentyp nutzen, dann passe Deine Partitionsbezeichnungen auf die neue einheitliche Partitionsbezeichnung /dev/disk0p(x) an. Um Einstellungen für das jeweilige Betriebssystem vorzunehmen, klickst Du auf das Stift-Icon neben dem angegebenen Betriebssystem. Es öffnet sich ein weiteres Fenster, um Einstellungen für das Betriebssystem vorzunehmen. .. figure:: media/08-webui-linbo-edit-new-group-os-infos-edited.png :align: center :alt: WebUI linbo edit new hwc group - os edited :width: 80% Einstellungen des Betriebssystems anpassen Unter der Reiterkarte ``OS`` legst Du für das Betriebssystem (OS) die gewünschten Icons, die Start-Optionen und u.a. auch den Namen für das Basisimage fest. Um ein neues Image festzulegen, klickst Du auf das ``+`` - Zeichen und trägst einen neuen Namen für das Image ein. Achte darauf, dass die Dateiendung ``.qcow2`` lautet. Um nun das neue Image zu erstellen, startest Du den Client neu. Es wird das bestehende Image, das unter Basisimage angelegt bzw. ausgewählt wurde - hier das noch nicht existierende Image ``ubuntu.qcow2`` - überschrieben. Auf dem linuxmuster.net Server werden die start.conf-Dateien im Verzeichnis ``/srv/linbo`` abgelegt. Jede Hardwareklasse hat eine eigene start.conf-Datei. Für die neu angelegte Hardwareklasse des Muster-Clients wurde dort nun eine Datei ``start.conf.`` erstellt (z.B. start.conf.ubu-efi). Diese Datei muss normalerweise nicht händisch editiert werden, da sich alle nötigen Einstellungen in der WebUI vornehmen lassen. Das folgende Beispiel dient nur dazu, zu zeigen, was "unter der Decke" passiert. Folgende Konfiguration zeigt ein mögliches Beispiel für die ``Hardwareklasse ubu-efi`` (hier als Linux-Client). Diese würde sich in der Datei ``/srv/linbo/start.conf.ubu-efi`` befinden. Hierbei wird von einem UEFI-BIOS und Linux als Betriebssystem ausgegangen: .. code:: [LINBO] Server = 10.0.0.1 Group = ubu-efi # Name der Hardwareklasse Cache = /dev/disk0p3 # Uniform Block Device - hier: HDD 0 Partition 3 - frueher: /dev/sda3 RootTimeout = 600 AutoPartition = no AutoFormat = no AutoInitCache = no GuiDisabled = no # disable gui UseMinimalLayout = no # gui layout style Locale = de-DE # gui locale DownloadType = torrent SystemType = efi64 # UEFI-BIOS KernelOptions = quiet splash # hier muessen bei spezieller Hardware ggf. Kernel-Parameter angegeben werden wie nomodeset [Partition] Dev = /dev/disk0p1 Label = efi Size = 200M Id = ef FSType = vfat Bootable = yes [Partition] Dev = /dev/disk0p2 Label = ubuntu Size = 25G Id = 83 FSType = ext4 Bootable = no [Partition] Dev = /dev/disk0p3 Label = cache Size = 25G Id = 83 FSType = ext4 Bootable = no [Partition] Dev = /dev/disk0p4 Label = swap Size = 8G Id = 82 FSType = swap Bootable = no [Partition] Dev = /dev/disk0p5 Label = data Size = # verbleibender Plattenplatz wird der Partition zugewiesen Id = 83 FSType = ext4 Bootable = no [OS] Name = Ubuntu Version = 24.04 LTS Description = Ubuntu 24.04 IconName = ubuntu.svg BaseImage = ubuntu.qcow2 # Name des neu angelegten Images Root = /dev/disk0p2 Kernel = /boot/vmlinuz Initrd = /boot/initrd.img Append = ro splash StartEnabled = yes SyncEnabled = yes NewEnabled = yes Autostart = no AutostartTimeout = 5 DefaultAction = sync .. hint:: Sollte der Client beim Boot-Vorgang Probleme haben (z.B. initializing hardware ...), dann müssen zur Behebung Kernel-Parameter für den Linux-Client in der Conf-Datei eingetragen oder ggf. einer anderer Kernel getestet werden. Dies kann insbesondere bei neueren Grafik- und Netzwerkkarten der Fall sein, so dass hier weitere Optionen anzugeben sind. Oftmals führt bereits folgende Zeile zum Erfolg: ``KernelOptions = quiet splash nomodeset`` Hilfreich können auch KernelOptions sein wie z.B.: ``modprobe.blacklist=radeon`` oder ``i915.alpha_support=1`` Wenn bei neueren Realtek-Netzwerkkarten mit r8169-Chip in linbo >=4.1.26 sehr niedrige Download-Raten auftreten, können die Kerneloptionen ``pcie_aspm=off`` und ``loadmodules=r8168`` Besserung bringen.