Server (AD/DC) auf lmn7.3 vorbereiten

Autor des Abschnitts: @cweikl @MachtDochNiX

Nachdem Du die Firewall und den Server wie beschrieben installiert hast, müssen beide Maschinen fertig konfiguriert werden.

Passe zuerst die Zeitzone an und deinstalliere cloud-init.

Vorbereitungen

Zeitservereinstellungen überprüfen

Nachdem Du nun den Server vorbereitet hast, überprüfe die Zeiteinstellungen auf dem Server. Dazu gibst Du in der Konsole folgenden Befehl an:

timedatectl

Es wird hier noch die UTC-Zeit angegeben. Wie für die OPNsense muss nun die Zeitzone angepasst werden. Die erfolgt mit folgendem Befehl:

sudo timedatectl set-timezone Europe/Berlin
# erneute Ausgabe der Zeiteinstellungen mit
timedatectl

Du solltest nun als Zeitzone Europe/Berlin und die korrekte Lokalzeit sowie die korrkte UTC - Zeit angezeigt bekommen.

Cloud-init deinstallieren

Cloud-init kannst Du unter Ubuntu mit folgenden Schritten löschen:

# Disable start
# Sollte die Datei schon existieren mit dem nächsten Schritt forfahren - sudo apt purge cloud-init -y
sudo touch /etc/cloud/cloud-init.disabled

# Uninstall
sudo apt purge cloud-init -y
sudo rm -rf /etc/cloud/ && sudo rm -rf /var/lib/cloud/

Default-Locale setzen

Erzeuge zuerst die Locales mit:

sudo localectl status
System Locale: LANG=C.UTF-8
    VC Keymap: n/a
   X11 Layout: de
    X11 Model: pc105

Prüfe, welche Locales installiert sind:

locale -a
C
C.utf8
POSIX

Sollte das Paket Locales nicht installiert sein, führe folgenden Befehl aus:

sudo apt install apt-utils locales

Erzeuge nun die Locales neu:

sudo dpkg-reconfigure locales

Configuring locales

Locales are a framework to switch between multiple languages and allow users to
use their language, country, characters, collation order, etc.

Please choose which locales to generate. UTF-8 locales should be chosen by
default, particularly for new installations. Other character sets may be useful
for backwards compatibility with older systems and software.

1. All locales                      252. gl_ES ISO-8859-1
2. C.UTF-8 UTF-8                    253. gl_ES.UTF-8 UTF-8
3. aa_DJ ISO-8859-1                 254. gl_ES@euro ISO-8859-15
4. aa_DJ.UTF-8 UTF-8                255. gu_IN UTF-8
5. aa_ER UTF-8                      256. gv_GB ISO-8859-1
6. aa_ER@saaho UTF-8                257. gv_GB.UTF-8 UTF-8
7. aa_ET UTF-8                      258. ha_NG UTF-8
8. af_ZA ISO-8859-1                 259. hak_TW UTF-8
9. af_ZA.UTF-8 UTF-8                260. he_IL ISO-8859-8
10. agr_PE UTF-8                    261. he_IL.UTF-8 UTF-8
11. ak_GH UTF-8                     262. hi_IN UTF-8
12. am_ET UTF-8                     263. hif_FJ UTF-8

Locales to be generated: de_DE.UTF-8

 1. None  2. C.UTF-8  3. de_DE.UTF-8
Default locale for the system environment: 3

Generating locales (this might take a while)...
de_DE.UTF-8... done
Generation complete.

Du kannst die Default-Locale ggf. auch mit folgenden Befehl neu setzen:

$sudo localectl set-locale LANG=de_DE.UTF-8

Achtung

Wichtiger Hinweis, schon jetzt!

Solltest Du mit Deiner Konfiguration von unseren Standard-Vorgaben bei dem zuletzt genannten Punkt abweichen, musst Du Deine Einstellungen unbedingt bei Aufruf des Skriptes lmn-prepare anpassen!

Letzter Test vor Anwendung des Skriptes lmn-appliance

Als letzte Überprüfung, bevor Du das Skript einsetzt, verbinde Dich vom Server aus mit der Firewall via ssh.

ssh root@10.0.0.254

Du solltest Dich nach der Eingabe des Passwortes Muster! auf der Konsole der OPNsense® wiederfinden. Eventuell musst Du auch vorher deren Key akzeptieren. Mit 0 solltest Du Dich wieder ausloggen und zurück auf der Server-Konsole sein.

Sollte dieser Test erfolgreich sein, steht der abschließenden Vorbereitung nach einem Neustart nichts mehr im Wege.

# Reboot
sudo reboot

Das Skript lmn-appliance

Das Skript lmn-appliance bereitet den Server / die Appliance vor:

  • Es bringt das Betriebssystem auf den aktuellen Stand,

  • richtet das linuxmuster.net-Paket-Repo ein,

  • installiert das Paket linuxmuster-prepare und

  • startet dann das Vorbereitungsskript lmn-prepare, - das die für das jeweilige Appliance-Profil benötigten Pakete installiert, - das Netzwerk konfiguriert, - das root-Passwort auf Muster! setzt.

Hinweis

Erstelle jetzt einen Snapshot Deiner Server-VM.

Wenn Du nicht mehr an Deinem Server eingeloggt bist, melde Dich erneut an.

Überprüfe Deine Festplatten und Partitionen mit

lsblk

NAME   MAJ:MIN RM  SIZE RO TYPE MOUNTPOINTS
sda      8:0    0   160G  0 disk
├─sda1   8:1    0     1G  0 part /boot/efi
└─sda2   8:2    0 158.9G  0 part /
sdb      8:16   0  1000G  0 disk
  └─sdb1 8:17   0  1000G  0 part /srv
sr0     11:0    1 1024M  0 rom

In o.g. Beispiel wurde Ubuntu Server auf der 1. Festplatte (sda) installiert. Die erste Partition der ersten Platte wird für EFI verwendet, auf der zweiten Partition wird die Root-Partition ( / ) eingehangen. Auf der zweiten Platte existiert eine PArtition, die auf /srv eingehangen ist.

Skript herunterladen

Führe danach folgende Befehle in der Eingabekonsole aus:

Wechsel Deinen Log-in und werde zu root, falls du es nicht mehr sein solltest:

sudo -i

Lade das lmn-appliance Skript herunter und setze die Ausführungsberechtigung:

wget https://raw.githubusercontent.com/linuxmuster/linuxmuster-prepare/master/lmn-appliance
chmod +x lmn-appliance

Aufruf lmn-appliance

Das Skript ist generell wie folgt zu starten:

./lmn-appliance <Optionen>

Die möglichen Optionen findest Du hier dokumentiert: https://github.com/linuxmuster/linuxmuster-prepare

Installation

Nachstehende Beschreibung geht davon aus, dass Du eine zweite HDD mit einer Größe von 1TiB hast.

./lmn-appliance -p server -u

Mit dem Parametern -u (unattended) und -p (Serverprofil) wird das Setup für den Server aufgerufen.

Ablauf

Es werden alle erforderliche Pakete geladen und installiert. Dies kann etwas dauern. Nach Abschluss des Installations- und Vorbereitungsarbeiten wirst Du aufgefordert, den Server neu zu starten.

## Passwords
# root ... OK!
# linuxadmin ... OK!
## Writing configuration

## The system has been prepared with the following values:
# Profile   : server
# Hostname  : server
# Domain    : linuxmuster.lan
# IP        : 10.0.0.1
# Netmask   : 255.255.0.0
# Firewall  : 10.0.0.254
# Gateway   : 10.0.0.254
# Interface : ens18
# Swapsize  : 2G

### Finished - a reboot is necessary!

Ist lmn-appliance ohne Fehler durchgelaufen, starte danach den Server neu mit dem Befehl:

reboot

Danach steht dem Setup v7.3 nichts mehr im Wege.

Paketquellen eintragen

Hinweis

Dies muss nur ausgeführt werden, sofern Du den Server bzw. die VM nicht mit dem Skript lmn-appliance vorbereitet haben solltest.

Es müssen für linuxmuster.net v7.3 die neuen Paketquellen eingetragen werden.

Zur Eintragung der Paketquellen führe folgende Befehle in der Eingabekonsole aus:

sudo sh -c 'wget -qO- "https://deb.linuxmuster.net/pub.gpg" | gpg --dearmour -o /usr/share/keyrings/linuxmuster.net.gpg'

Hinweis

-O –> [-][Großbuchstabe O]

Damit installierst Du den Key für das Repository von linuxmuster.net und aktivierst ihn.

Füge dann das Linuxmuster 7.3 Repository hinzu.

sudo sh -c 'echo "deb [arch=amd64 signed-by=/usr/share/keyrings/linuxmuster.net.gpg] https://deb.linuxmuster.net/ lmn73 main" > /etc/apt/sources.list.d/lmn.list'

Aktualisiere die Softwareliste des Servers:

sudo apt update