Anlegen und Installieren der Firewall
Autor des Abschnitts: @cweikl @MachtDochNiX, @rettich,
Die Installation der Open-Source Firewall OPNsense® ist in dieser Beschreibung der Standard. Ebenso kannst Du Deine bereits bestehende Firewall weiterverwenden und diese nach der Konfiguration der beiden linuxmuster.net-Server (AD/DC und File-Server) zur Nutzung mit linuxmuster.net anpassen.
Die nachstehende Dokumentation beschreibt die Installation der OPNsense® Firewall.
Installation der OPNsense®
Bemerkung
Bist Du zuvor der Anleitung Proxmox vorbereiten gefolgt, dann kannst Du fortfahren mit: Erster Start der Firewall
Stand nach der vorhergehenden Beschreibung
Falls Du Dich für eine andere Installationsart entschieden hast, musst Du den dargestellten Aufbau herstellen. Solltest Du dich aufgrund der geringen Größe der Bildungseinrichtung für eine Installation ohne File-Server entschieden haben, so brauchst du nur eine Firewall und einen Ubuntu-Server.
Lade Dir die ISO-Datei der OPNsense® von der Seite https://opnsense.org/download/ herunter.
Download OPNsense®
Nutze als Architektur amd64 und als image type dvd. Du erhältst dann ein mit bz2 komprimiertes ISO-Image. Entpacke die heruntergeladene Datei. Siehe hierzu auch Proxmox vorbereiten - dort Kapitel Vorbereiten des ISO-Speichers -> OPNsense |reg|.
Hinweis
Die zuletzt freigegeben OPNsense Version für das Setup von linuxmuster.net v7.3 ist die Version 25.1
[Stand: Mai 25].
Version 25.7 befindet sich in der Testphase. Berichte über Erkenntnise der Zusammenarbeit mit linuxmuster.net bitte an das Forum oder an die oben genannten Personen. [Stand 06.08.25]
wget https://mirror.informatik.hs-fulda.de/opnsense/releases/25.1/OPNsense-25.1-dvd-amd64.iso.bz2
Die heruntergladene Datei entpackst Du unter Linux mit folgendem Befehl:
bunzip2 OPNsense-25.1-dvd-amd64.iso.bz2
In der Virtualisierungsumgebung lädst Du die ISO-Datei auf den ISO-Speicher.
Hinweis
Willst Du in einer VM installieren, so musst Du für die neue VM folgende Mindesteinstellungen für die Hardware angeben:
template - other install media, installation from ISO library,
Boot-Mode - UEFI (Achtung: xcp-ng: Boot/MBR),
2 vCPU
4 GiB RAM
storage 20 GiB
2 NIC mit Zuordnung zu vSwitch red, green.
Für den produktiven Betrieb müssen diese Hardware-Einstellungen deutlich angehoben werden (z.B.: 4 vCPU, 8 GiB RAM, 50 GiB SSD, 3 NIC).
Erster Start der Firewall
Starte dann OPNsense® auf dem Rechner oder in der neu angelegten VM von Deinem Installationsmedium. Je nach Virtualisierungsumgebung hast Du ggf. die ISO-Datei bereits auf dem ISO-Datenspeicher des Hypervisors abgelegt. Boote dann die VM via ISO-Datei.
Achtung
Solltest Du unserer Anleitung gefolgt sein und PROXMOX nutzen, dann muss Du für die Installation die Konsole noVNC nutzen.
Starte die OPNsense-VM
Am Ende des Boot-Vorgangs der OPNsense® gelangst Du zu folgendem Bildschirm:
Bildschirm nach dem ersten Boot-Vorgang
Melde Dich als Benutzer installer mit dem Passwort opnsense an.
Du gelangst direkt zum Installer und kannst das Layout der Tastatur festlegen.
Installer: Tastaturlayout festlegen
Standardmäßig ist ein amerikanisches Tastaturlayout voreingestellt. Gehe mit den Pfeiltasten auf den Eintrag ( ) German (no accent keys). Wählen diesen mit <Select> aus.
Teste danach das Tastaturlayout:
Teste das Tastaturlayout
Bei der deutschen Tastatur werden ggf. die Umlaute im Test noch nicht korrekt wiedergegeben.
Wähle die eingestellte deutsche Tastatur aus:
Bestätige der Stataturlayout
Wähle <Select>.
Installiere nun OPNsense® via Install (UFS).
Install (UFS)
Bestätige die Festplatte und wähle Install (UFS) UFS GPT/UEFI Hybrid.
Jetzt wird OPNsense® auf der Festplatte installiert. Zuvor musst Du diese noch auswählen.
vtbd0 QEMU HARDDISK
Je nach Virtualisierungsumgebung kann die Bezeichnung der Festplatte von o.g. abweichen (z.B. da0).
Mit OK übernimmst Du Deine Auswahl.
SWAP Partition wählen
Sollte Dir dieses Fenster angezeigt werden, dann akzeptiere die Frage nach der empfohlenen Auslagerungsdatei.
Danach erfolgt die Rückfrage, ob die Festplatte wirklich überschrieben werden soll.
Bestätige die Installation auf vtbd0
Bestätige diesen Vorgang, um die Installation zu starten.
Warte jetzt, bis die Installation abgeschlossen ist.
Installationsfortschritt
Zum Abschluss der Konfiguration musst Du das Kennwort für den Benutzer root neu setzen.
Eingabe des Root Kennwortes
Achtung
An dieser Stelle muss als root-Passwort Muster! eingegeben werden, da später der lmn-Server beim Einrichten der Firewall davon ausgeht, dass das root-Passwort Muster! ist! Sollte dieses anders lauten, wird die komplette weitere Installation scheitern!
Gib das neue Passwort (Muster!) für root ein.
Eingabe des neuen Root Kennwortes
Gib dieses Kennwort erneut ein.
Bestätigung des neuen Root Kennwortes
Setze es mit OK
Schließe die Installation ab
Wähle danach die Option Exit and reboot aus.
Hinweis
Solltest Du nicht zum Entfernen des Installationsmedium aufgefordert werden, fahre Deine neue Firewall herunter (schalte sie aus).
Ändere die Boot-Reihenfolge zurück (Start via Festplatte).
Ändere die Boot-Reihenfolge
Werfe die ISO-Datei aus dem Laufwerk aus.
Starte die VM neu, nachdem Du das Installationsmedium ausgeworfen hast und fahre mit der Installation fort.
Der Boot-Vorgang kann dann eine Weile dauern. Vor allem, wenn der Router kein DHCP anbieten sollte.
Wenn alles geklappt hat, ist die Anmeldeaufforderung zu sehen:
Login nach erfolgter Installation und Reboot
Hinweis
Die dargestellten IPs und Netze können bei Deiner OPNsense® andere sein.
Basis-Konfiguration der OPNsense®
Melde Dich als root mit dem Passwort Muster! an der OPNsense® an.
Tastaturbelegung prüfen
Tastaturbelegung überprüfen
Zuerst überprüfe, ob die Tastaturbelegung richtig ist. Dazu wähle den Punkt 8) Shell aus. Auf der Konsole kannst Du dann die Umlaute und Sonderzeichen der deutschen Tastaturbelegung testen. Sollte sie korrekt sein, verlässt Du mit exit die Konsole und bist wieder im Auswahl-Bildschirm.
Fahre mit Überprüfung der Zuordnung der Netzwerkkarten fort, ansonsten …
Hinweis
Solltest Du feststellen, dass nach dem Neustart in der Konsole der OPNsense® die Tastaturbelegung immer noch falsch ist, stelle diese dauerhaft wie nachstehend beschrieben um:
cd /usr/share/syscons/keymaps # Für den Buchstaben "z" musst Du die Taste "y" drücken ;-)
ls german.iso.kbd # listet das deutsche Tastaturlayout auf, sofern vorhanden
kbdcontrol -l german.iso.kbd # (-l = Language; "-" zu finden unter "?" ;-) stelle temporär auf das neue Layout um
# - teste, ob es dem gewünschten Layout entspricht
echo "keymap='de'">>/etc/rc.conf # die Wahl des Tastaturlayouts dauerhaft hinzufügen
cat /etc/rc.conf # kontrolliere, ob der Eintrag vorhanden ist
exit # Konsole verlassen
Überprüfung der Zuordnung der Netzwerkkarten
Zuordnung der NICs prüfen
Die Installationsroutine der OPNsense® vergibt immer die IP 192.168.1.1/24 für die LAN-Schnittstelle.
Das Netzwerk LAN soll mit dem pädagogischen Netz über die Netzwerkkarte vtnet1 verbunden sein. Ihm wurde aber Netzwerkkarte vtnet0 zugewiesen.
Das Netzwerk WAN ist derzeit mit vtnet1 verbunden, hat hier keine IP-Adresse erhalten und sollte mit vtnet0 verbunden sein .
Dies kannst Du im Virtualisierer nochmals prüfen, achte dabei auf die MAC-Adressen der Netzwerkkarten.
Eventuell Änderungen musst Du noch vornehmen, damit sich folgendes Bild ergibt:
Zuordnung nach der erfolgreichen Anpassung
Eventuell deckt sich die Zuordnung der Netzwerk-Interfaces deiner Installation schon mit der dargestellten, dann kannst du zu dem nächsten Abschnitt springen. WAN Zugang testen
Anpassung der Zuordnung der Netzwerkkarten
Rufe dazu den Menüeintrag 1) Assign interfaces auf. Die Nachfragen bezüglich LAGGs und VLAN verneinst du.
Keine LAGGs und VLANs
Dann sind die MAC-Adressen der virtuellen Maschine, hier vtnet0 und vtnet1
Gültige NICs
und denen der Netzwerkbrücken vmbr0 und vmbr1 zu überprüfen (Proxmox-Host –> VM –> Hardware –> Network Device (net.)):
Proxmox NICs der VM
Unter Proxmox-Host –> Network kannst Du Dir jetzt mittels des Kommentarfeldes wieder die Zuordnung der Bridges ins Gedächtnis rufen.
Bridge des Virtualisierers |
<-> |
Virtuelle Maschine |
||||
|---|---|---|---|---|---|---|
Kommentar |
Brücke |
MAC |
MAC |
Interfaces |
Typ |
|
red |
vmbr0 |
0E:76:8B:51:85:15 |
<-> |
0e:76:8b:51:85:15 |
vtnet0 |
WAN |
green |
vmbr1 |
DA:97:1B:E1:35:9C |
<-> |
da:97:1b:E1:35:9c |
vtnet1 |
LAN |
Aus diesem Wissen und dem Vergleich erkennst Du …
WAN-Verbindung an vtnet0
…, dass das WAN dem Interface vtnet0 zuzuordnen ist.
LAN-Verbindung an vtnet1
…, dass das LAN zum Interface vtnet1 zuzuordnen ist.
Hast Du kein weiteres Interface, dann gebe Enter ein.
Netzwerkkarten zuordnen
Diese Zuordnung ist nun richtig, also weiter mit y …
Konfiguration gestartet
…, welches dann die Konfiguration startet. Nach Abschluss kommst Du wieder zum Konsolen-Menü.
Prüfe die Zuordnung der Netzwerkkarten
Die Zuordnung des WAN-Interfaces ist hier zu erkennen und nun so wie beabsichtigt. Das erkennst Du daran, das dessen IP-Adresse dem Adress-Pool des Routers entnommen ist (, sofern der DSL-Router via DHCP eine Adresse verteilt).
WAN Zugang testen
Hinweis
Starte die OPNsense® neu, nachdem Du die Netzwerkkarten neu zugeordnet hast.
Hast Du die OPNsense® neu gestartet und auf der WAN-Schnittstelle eine IP-Adresse erhalten, führe zwei erste Tests durch. Wähle 8) Shell auf der Kommandozeile und gib dort folgende Befehle ein:
Hinweis
Sollte einer der Tests scheitern, dann verlasse die Konsole mittels exit und nutze den Auswahlpunkt 11) reload all Services.
ping -c 3 8.8.8.8
Die Ausgabe sollte wie folgt aussehen:
Ping Test IP
ping -c 3 linuxmuster.net
Ping Test URL
Gib in der Konsole exit ein, um wieder zum Dashboard zurückzukommen.
Konsolen Dashboard
Hinweis
Sollte einer der Test auch nach 11) Reload all services nicht erfolgreich verlaufen, dann stimmt etwas mit der Netzwerkkartenzuordnung nicht. Überprüfe Deine vorherige Netzwerk-Konfiguration auf Fehler.
IP-Adressen zuweisen
Solltest Du in Deiner Netzwerkkonfiguration von unserem Muster abweichen, musst Du bei nachfolgenden Schritten anstelle der dargestellten IPs Deine hierfür festgelegten IPs eintragen.
Setze die Interface IPs
Wähle in der Konsole der OPNsense® den Eintrag 2) Set interface IP address aus.
LAN auswählen
Wähle 1 - LAN ( … ) für die nächsten Schritte.
IP nicht via DHCP zuweisen lassen
Bestätige die Nachfrage mit N und ENTER. (Alternativ wäre auch nur ENTER möglich, da der großgeschriebene Buchstabe in der Auswahlmöglichkeit darauf hinweist, was die Standard-Einstellung ist.)
IP eintragen
Gib die IPv4 Adresse 10.0.0.254 ein, unter der die OPNsense® im lokalen Netz zu erreichen sein wird.
Gib die Netzmaske in CIDR-Notation an. Dies bedeutet, dass Du für unseren Fall die Zahl der Bits angibst, die in der Subnetzmaske gesetzt werden. Dies ist die Zahl 16 und führt zu der Subnetzmaske (255.255.0.0 - dezimal).
Bestätige mit ENTER
Da keine Eingabe eines Upstream-Gateways nötig ist, einfach ENTER eingeben.
Überspringe IPv6 via WAN tracking
Achtung
Gib ein n ein.
Kein IPv6 via DHCP
Gib ein N ein.
Keine manuelle festgelegte IPv6-Adresse
Da keine IPv6-Adresse benötigt wird: ENTER
Kein DHCP-Server für das LAN aktivieren
Diese und die nächsten drei Fragen ebenfalls jeweils N und ENTER bzw. nur ENTER beantworten.
Keine Änderung des HTTPS-Protokolls
Kein neues Zertifikat erstellen
GUI-Einstellungen nicht zurücksetzen
Nach der letzten Eingabe startet die Übernahme in das System.
Wende Konfigurationsschritte an
Nach erfolgreicher Übernahme erhältst Du den Hinweis, dass Du Dich mit der LAN IP auf die GUI der OPNsense® aufschalten könntest.
GUI IP
Bevor Du das aber machst, starte die OPNSENSE® mit 6 nochmals neu.
Nach dem Neusstart erfolgt ein letzter Test, und zwar mit der Aktualisierung der OPNsense®.
Aktualisierung der OPNsense®
Aktualisiere die OPNsense® in der Konsole, indem Du den Punkt 12) Update from console aufrufst und die Rückfrage mit y bestätigst.
Hinweis
Sollte von deinem Router neben einer IPv4-Adresse eine v6-Adresse vermittelt worden sein, kann es bei dem nachfolgenden Test zu einem Timeout des Prozesses kommen.
Da dieser Prozess dann nicht automatisch beendet wird, musst Du ihn mittels [Strg]+[C] beenden.
Für die erfolgreiche Fortsetzung der Einrichtung wiederhole die Beschreibung IP-Adressen zuweisen für das WAN-Interface 2. Dabei deaktivere den Eintrag DCHPv6 zuweisen lassen mit n und vergebe keine eigene Adresse. Nach einem erneuten Neustart der OPNsense® sollte sich das Update durchführen lassen.
Hinweis
Sollte gar keine Verbindung zu den externen Update-Servern möglich sein, dann stimmt etwas mit der Netzwerkkartenzuordnung nicht.
Als Erstes probiere es mit dem Neustart aller Netzwerk-Dienste. Dazu wählst Du den Punkt 11) Reload all services.
Danach wiederholst Du das Update nochmals mit dem Punkt 12) Update from console.
Sollte die Aktualisierung immer noch nicht erfolgreich durchgeführt werden, dann überprüfe Deine vorherige Netzwerk-Konfiguration auf generelle Fehler ebenso deine verwendete Hardware.
Sollte sich eine Eingabe-Aufforderung wie hier dargestellt vorher öffnen, kannst Du dir alle Mitteilungen ansehen mit den Auf- bzw. Ab-Tasten. Zum Fortführen des Updates gebe ein q ein.
OPNsense: Hello World - New Features
Das Update ist erfolgreich durchgeführt, wenn du wieder zu dieser Ansicht gelangst.
NIC Zuordnung nach Neustart
Hinweis
Stand August 25 für die OPNsense® ist die Version 25.7
Klappt das Update, starte die OPNsense® neu.
Konfiguration der OPNsense®
Für die nachfolgende Konfiguration der OPNsense® brauchst Du einen Rechner mit Webbrowser im LAN-Bereich der OPNsense®. Das kann ein Laptop mit einem beliebigen Betriebssystem sein. Wichtig ist nur, dass er mit internen Switch im grünen Netzwerk verbunden ist, das mit dem LAN-Adapter der OPNsense® verbunden ist und sich im gleichen Netzwerk wie die OPNsense® befindet. In unserer Beschreibung gehen wir davon aus, dass der Laptop/PC manuell die IP-Adresse 10.0.0.10 mit der Subnetmask 255.255.0.0 (16 Bit) erhält.
Nachdem der Browser gestartet ist, gibst Du folgende URL für den Zugriff auf die GUI der OPNsense® ein:
https://10.0.0.254
Du erhältst zunächst eine Zertifikatswarnung, da OPNsense® ja ganz frisch installiert ist und ein selbst erstelltes Zertifikat nutzt.
Zertifikatswarnung
Klicke auf Erweitert und anschließend Risiko akzeptieren und fortfahren. Dies bringt Dich auf die Login-Seite.
GUI Login
Melde Dich mit root und dem Passwort Muster! an.
Beim ersten Start gelangst Du zum sog. Setup Wizard. Sollte dieser nicht automatisch aufgerufen werden, kannst Du diesen über den Menüpunkt System -> System manuell aufrufen.
GUI Erstkonfiguration nach erfolgter Anmeldung
Gefolgt von folgender Aufforderung:
Setup Wizard
Starte den General Setup Wizard mit dem Next- Button. Dieser Wizard führt Dich durch die Konfiguration. Einige Dinge wurden zuvor bereits korrekt für die Basis-Konfiguration eingerichtet.
System: Assistent: Allgemeine Information
Achtung
Die Länge des ersten Teils der Domäne darf maximal 15 Zeichen betragen. Die Domain „muster-gymnasium.de“ überschreitet diese Grenze um ein Zeichen, da „muster-gymnasium“ 16 Zeichen lang ist.
Eine gute Wahl ist beispielsweise linuxmuster.lan. Beim späteren Setup von linuxmuster.net wird diese ggf. für alle Server-Dienste angepasst.
Setup: Allgemeine Angaben
Gib als Primary DNS, die neue IP des Upstream Gateway der externen WAN-Schnittstelle an und deaktiviere die Checkbox Override DNS.
Weiter geht es mit Next
System: Assistent: Zeitserverinformation
Angabe des Zeitservers
Die Angaben zum Time Server belässt Du wie angegeben. Den Eintrag für die Zeitzone änderst Du auf Europ/Berlin wie in nachstehender Abbildung.
Zeitzone einstellen
Die Angaben übernimmst Du mit Next.
System: Assistent: Konfiguriere WAN-Schnittstelle
Danach kommst Du zu den Einstellungen für die WAN-Schnittstelle.
Nutzt Du hier DHCP z.B. eines vorgelagerten DSL-Routers, so gibst Du hier DHCP an, ansonsten ändere diese bitte auf Static.
WAN NIC
Falls Deine Firewall eine statische IP-Adresse hat, die nicht über DHCP erteilt wird, trägst Du sie hier ein.
LAN private IP - Angabe RFC1918
Falls Dein Router eine private IP hat, musst Du den Haken bei Private RFC1918-Netzwerke blockieren entfernen. Diesen Eintrag findest Du ganz unten auf der Seite, nachdem Du mit der Laufleiste rechts nach ganz unten gegangen bist.
Mit Weiter übernimmst Du die von Dir vorgenommenen Einstellungen.
System: Assistent: Konfiguriere LAN-Schnittstelle
LAN Schnittstelle
Die IP-Adresse und die Subnetzmaske des Schulnetzes sollten hier eingetragen sein. Sollte dies nicht der Fall sein, ändere dies nun.
System: Assistent: Setze Root-Passwort
Root Kennwort setzen
Hinweis
An dieser Stelle muss als root-Passwort Muster! eingegeben werden, da später der lmn-Server beim Einrichten der Firewall davon ausgeht, dass das root-Passwort Muster! ist!
System: Assistent: Konfiguration neu laden
System-Konfiguration neu laden
Nachdem Du die Einstellungen übernommen hast, können sich auch die Einstellungen des LAN-Netzwerks geändert haben. Dann wirst Du nicht - wie im nächsten Bild zu sehen - über die erfolgreiche Konfiguration informiert.
Erstkonfiguration erfolgreich
Sollte dies bei Dir der Fall sein, musst Du Deinem Admin PC die passende IP-Adresse 10.0.0.10/16, DNS: 10.0.0.254 und das Gateway 10.0.0.254 manuell geben. (hier exemplarisch für unseren Standard-LAN-Bereich)
Gehe dann mit einem Webbrowser auf https://10.0.0.254.
Hinweis
Falls Du Dich für das Netz der linuxmuster.net v6.2 entschieden hast, solltest Du die IP-Adresse 10.16.0.10/12, DNS: 10.16.1.254 und das Gateway 10.16.1.254 verwenden.
Du solltest dann auch mit einem Webbrowser auf https://10.16.1.254 gehen.
Du erhältst eventuell wieder eine Zertifikatswarnung. Akzeptiere diese und fahre fort.
Melde Dich wieder mit root und dem Passwort Muster! an.
DHCP abschalten
Jetzt musst Du den DHCP-Service der Firewall abschalten. Dieser wird vom Server übernommen.
ISC DHCP deaktivieren
Gehe auf Dienste -> ISC DHCPv4 -> [LAN] und lösche den Haken bei Aktivieren, wenn gesetzt. Speichern lässt sich Deine Einstellungen unten auf der Seite.
Prüfe zudem, ob der neue Kea DHCP Server aktiviert ist. Falls ja, deaktiviere diesen. Hierzu gehst Du auf Dienste -> Kea DHCP -> KeaDHCPv4 -> Allgemeine Einstellungen. Sollte der Haken bei Aktiviert gesetzt sein, musst Du diesen deaktivieren.
Kea DHCP deaktivieren
Zusätzliche Netzwerkkarte hinzufügen (Optional)
Die linuxmuster.net v7 läuft bereits mit zwei Netzwerkkarten. Möchtest Du allerdings ein WLAN oder in einer DMZ einen Webserver betreiben, brauchst Du noch weitere Netzwerkkarten.
Wie das geht, siehst Du im Folgenden:
Schnittstelle hinzufügen
Bei Schnittstellen -> Zuweisungen drückst Du +, um die dritte Schnittstelle Deinem System hinzuzufügen. Diese dritte Schnittstelle ist dann als OPT1 im System bekannt. OPT1 muss nur noch aktiviert und es muss ihr noch eine IP-Adresse zugewiesen werden.
Neue Schnittstelle konfigurieren
Unter Schnittstellen -> [OPT1] kannst Du diese Einstellungen vornehmen. Der Screenshot zeigt ein Beispiel. Für weitere Netzwerkkarten verfährst Du entsprechend. OPT1 wird dann hochgezählt zu OPT2 etc.
ssh erlauben
Achtung
Damit der Server für das weitere Setup Zugriff auf die OPNsense® hat, musst Du den ssh-Zugriff erlauben. Gehe dafür auf System -> Einstellungen -> Verwaltung.
SSH aktivieren
Setze jeweils den Haken bei Aktiviere Secure Shell, Erlaube Anmeldung mit dem root-Benutzer und Anmeldung mit Passwort erlauben.
Bei dem Punkt Sekundäre Konsole wähle die Serial-Konsole aus. Mit dieser Auswahl wird die xterm.js-Konsole nutzbar. (Zur Erinnerung: Anlegen der VM für linuxmuster server)
Diese Einstellungen wieder Speichern.
Update der OPNsense®
Aktualisiere nun die OPNsense®, indem Du unter
Aktualisiere die Firmware
System -> Firmware --> Aktualisierungen ---> Status ----> Auf Aktualisierungen prüfen klickst.
Wenn keine Aktualisierungen verfügbar sind, erhältst Du folgende Meldung …
Keine Aktualisierungen verfügbar
… und kannst zum abschließenden Schritt QEMU Guest Agent for OPNsense gehen.
Sollten Dir unter dem Reiter Aktualisierungen zu aktualisierende Pakete angezeigt werden …
… dann klicke in dem Fenster Jetzt aktualisieren.
… je nach Update/Upgrade erhälst Du Aktualisierungshinweise als Text
… und Hinweise zur neuen Version
… aktualisiere nun
… je nach Updates/Upgrades kann ein Neustart der Firewall erforderlich sein
… nach dem Neustart und der erneuten Anmeldung solltest Du das Dashboard der OPNsense® sehen.
Dashboard nach erneuter Anmeldung
QEMU Guest Agent for OPNsense
Nach dem erneuten Neustart ist die OPNsense® soweit vorbereitet.
Logout
Logout
Hinweis
Für Anwender einer Virtualisierungslösung empfehlen wir an dieser Stelle einen Snapshot zu erstellen!