Hardwareklasse (HWK) / Gruppe erstellen
Autor des Abschnitts: @cweikl, @MachtDochNix (pics)
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Erstelle nun die Konfiguration für die neue Hardwareklasse. Klicke links im Menü auf den Eintrag Geräteverwaltung --> Linbo4.
Menü LINBO4
Nun klickst Du unten links auf +ERSTELLEN.
Es öffnet sich ein Kontextmenü. Du kannst entweder ein leere start.conf nutzen, oder ein bereits vordefiniertes Template für Dein gewünschtes Betriebssystem auswählen. Hierbei kannst Du Templates für ein oder mehrere Betriebssysteme mit oder ohne UEFI-BIOS auswählen und diese ggf. nach Deinen Vorstellungen anpassen.
LINBO nutzt zur Bezeichnung der Festplatte ab v4.3 eine einheitliche Bezeichnung (unified block device name), was die Pflege eines einheitlichen Images bei unterschiedlicher Hardware vereinfacht:
Die erste HDD wird als /dev/disk0 bezeichnet
Die erste Partition auf der ersten HDD wird dann als /dev/disk0p1 bezeichnet.
Sollten in Deinen start.conf - Dateien noch die alten Bezeichnungen enthalten sein, kannst Du diese in den Dateien so belassen. Alternativ kannst Du dies auf die neuen einheitlichen Bezeichnungen (unified block device name) anpassen und mit dem Befehl linuxmuster-import-devices neu einlesen. Dies kannst Du ebenfalls effizient direkt in der WebUI in der Hardwareklasse für alle Partitionen durchführen. Durch Änderung des Festplattentyps werden hier automatisch alle Partitionsbezeichnungen einheitlich an die neuen Bezeichnungen angepasst.
Wähle ein Template aus:
Template für die start.conf auswählen
Es öffnet sich ein Fenster, in dem Du die Namen der neuen Hardwareklasse angibst. Diesen wirst Du später benötigen, um Geräte dieser Hardwareklasse zuzuweisen.
Namen für die neue Hardwareklasse festlegen
Die Liste der angelegten Hardwareklassen kann dann - z.B. wie nachstehend dargestellt - aussehen (andere Namen für die HWK verwendet):
Übersicht der Hardwareklassen / Gruppen
Du rufst nun die Einstellungen der zuvor angelegten Hardwareklasse auf, indem Du das Stift-Symbol rechts daneben aufrufst.
Es erscheint ein Fenster mit den Einstellungen der Hardwareklasse. Dort gibt es die Reiterkarten Allgemein und Partitionen.
Unter Allgemein legst Du die IP des Servers fest, gibst das Startverhalten und ggf. Kernel-Optionen (Linux) für den Boot bei besonderer Hardware an.
Allgemeine Einstellungen für die Hardwareklasse
Unter Partitionen legst Du fest, welche Partitionen auf der Festplatte vorgesehen werden sollen.
Partitionen festlegen
Hinweis
Achte darauf, dass der Festplattentyp Deines PCs dem Festplattentyp des gewählten Templates entspricht. Nutzt Du eine SATA-HDD, so sollte im Template /dev/sda stehen. Möchtest Du den Muster-Client auf einer virtuellen Maschine vorbereiten, achte darauf, dass der Festplattentyp auch hier auf SATA gestellt ist, wenn Du ein Template auswählst, das noch /dev/sda als Bezeichnungen nutzt. Solltest Du z.B. VirtIO als Festplattentyp nutzen, dann passe Deine Partitionsbezeichnungen auf die neue einheitliche Partitionsbezeichnung /dev/disk0p(x) an.
Um Einstellungen für das jeweilige Betriebssystem vorzunehmen, klickst Du auf das Stift-Icon neben dem angegebenen Betriebssystem. Es öffnet sich ein weiteres Fenster, um Einstellungen für das Betriebssystem vorzunehmen.
Einstellungen des Betriebssystems anpassen
Unter der Reiterkarte OS legst Du für das Betriebssystem (OS) die gewünschten Icons, die Start-Optionen und u.a. auch den Namen für das Basisimage fest.
Um ein neues Image festzulegen, klickst Du auf das + - Zeichen und trägst einen neuen Namen für das Image ein. Achte darauf, dass die Dateiendung .qcow2 lautet. Um nun das neue Image zu erstellen, startest Du den Client neu. Es wird das bestehende Image, das unter Basisimage angelegt bzw. ausgewählt wurde - hier das noch nicht existierende Image ubuntu.qcow2 - überschrieben.
Auf dem linuxmuster.net Server werden die start.conf-Dateien im Verzeichnis /srv/linbo abgelegt. Jede Hardwareklasse hat eine eigene start.conf-Datei. Für die neu angelegte Hardwareklasse des Muster-Clients wurde dort nun eine Datei start.conf.<name-der-hwk> erstellt (z.B. start.conf.ubu-efi).
Diese Datei muss normalerweise nicht händisch editiert werden, da sich alle nötigen Einstellungen in der WebUI vornehmen lassen. Das folgende Beispiel dient nur dazu, zu zeigen, was „unter der Decke“ passiert.
Folgende Konfiguration zeigt ein mögliches Beispiel für die Hardwareklasse ubu-efi (hier als Linux-Client). Diese würde sich in der Datei /srv/linbo/start.conf.ubu-efi befinden. Hierbei wird von einem UEFI-BIOS und Linux als Betriebssystem ausgegangen:
[LINBO]
Server = 10.0.0.1
Group = ubu-efi # Name der Hardwareklasse
Cache = /dev/disk0p3 # Uniform Block Device - hier: HDD 0 Partition 3 - frueher: /dev/sda3
RootTimeout = 600
AutoPartition = no
AutoFormat = no
AutoInitCache = no
GuiDisabled = no # disable gui <yes|no>
UseMinimalLayout = no # gui layout style <yes|no>
Locale = de-DE # gui locale <de-de|en-gb|fr-fr|es-es>
DownloadType = torrent
SystemType = efi64 # UEFI-BIOS
KernelOptions = quiet splash # hier muessen bei spezieller Hardware ggf. Kernel-Parameter angegeben werden wie nomodeset
[Partition]
Dev = /dev/disk0p1
Label = efi
Size = 200M
Id = ef
FSType = vfat
Bootable = yes
[Partition]
Dev = /dev/disk0p2
Label = ubuntu
Size = 25G
Id = 83
FSType = ext4
Bootable = no
[Partition]
Dev = /dev/disk0p3
Label = cache
Size = 25G
Id = 83
FSType = ext4
Bootable = no
[Partition]
Dev = /dev/disk0p4
Label = swap
Size = 8G
Id = 82
FSType = swap
Bootable = no
[Partition]
Dev = /dev/disk0p5
Label = data
Size = # verbleibender Plattenplatz wird der Partition zugewiesen
Id = 83
FSType = ext4
Bootable = no
[OS]
Name = Ubuntu
Version = 24.04 LTS
Description = Ubuntu 24.04
IconName = ubuntu.svg
BaseImage = ubuntu.qcow2 # Name des neu angelegten Images
Root = /dev/disk0p2
Kernel = /boot/vmlinuz
Initrd = /boot/initrd.img
Append = ro splash
StartEnabled = yes
SyncEnabled = yes
NewEnabled = yes
Autostart = no
AutostartTimeout = 5
DefaultAction = sync
Hinweis
Sollte der Client beim Boot-Vorgang Probleme haben (z.B. initializing hardware …), dann müssen zur Behebung Kernel-Parameter für den Linux-Client in der Conf-Datei eingetragen oder ggf. einer anderer Kernel getestet werden. Dies kann insbesondere bei neueren Grafik- und Netzwerkkarten der Fall sein, so dass hier weitere Optionen anzugeben sind. Oftmals führt bereits folgende Zeile zum Erfolg:
KernelOptions = quiet splash nomodeset
Hilfreich können auch KernelOptions sein wie z.B.:
modprobe.blacklist=radeon oder i915.alpha_support=1
Wenn bei neueren Realtek-Netzwerkkarten mit r8169-Chip in linbo >=4.1.26 sehr niedrige Download-Raten auftreten, können die Kerneloptionen pcie_aspm=off und loadmodules=r8168 Besserung bringen.